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  1. Einblicke in das CJD
  2. Wohngruppe N.O.V.A.

Eröffnung der Wohngruppe N.O.V.A. in Essen: Raum für Neuanfänge

N.O.V.A. steht für den Neuanfang

An der Namensfindung dieser neuen Einrichtung waren die jungen Frauen beteiligt, denn sie wünschen sich einen Neuanfang. Die 15- bis 21-Jährigen kommen aus familiären Situationen, in denen ihre Entwicklung gefährdet war – sei es durch Überforderung der Eltern, sei es durch belastende Lebensumstände oder schwerwiegende Erfahrungen aus der Kindheit. Einige von ihnen bringen zudem das so genannte Fetale Alkoholsyndrom (FASD) mit. Sie zeigen Spätfolgen eines Alkoholkonsums ihrer Mütter in der Schwangerschaft, z. B. Probleme bei der Regulation ihrer Emotionen.

Ein geschützter Raum

Jede junge Frau bezieht ein eigenes Zimmer, nutzt Küche und Wohnzimmer gemeinsam mit den anderen und profitiert von der intensiven Begleitung durch Mitarbeitende aus den Bereichen Sozial- und Sonderpädagogik, Psychologie und Erziehungswissenschaft – im Alltag wie auch in Konflikt- und Krisensituationen. So bietet das N.O.V.A. seinen Bewohnerinnen genau den geschützten Raum, den sie brauchen.

Kleine Schritte und ein großes Ziel: Selbstständigkeit

Erfolge werden hier in kleinen Fortschritten gemessen. Wenn ein Mädchen, das sich zuvor täglich selbst verletzt hat, es schafft, Methoden zu entwickeln, um eine Woche ohne Selbstverletzung zu bleiben, ist das ein bedeutsamer, hoffnungsvoller Schritt. Viele erleben im N.O.V.A. zum ersten Mal, was es bedeutet, angenommen zu sein. Dieses Gefühl schafft die Basis für persönliche Entwicklung: Die jungen Frauen gehen zur Schule, machen Abschlüsse, beginnen Ausbildungen oder planen sogar ein Studium. Das Ziel ist immer ein möglichst selbstbestimmtes, eigenständiges Leben.