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  1. Aktuelles aus dem CJD
  2. Auf die Plätze, fertig, Zukunft!

Auf die Plätze, fertig, Zukunft!

Aufgeregte Gesichter. Häppchen in der Turnhalle. Gewusel überall. Und dieser unverkennbare Duft von neuem Holz. Dazu CJD Ballons, die durchs Publikum fliegen und Schülerinnen und Schüler, die kaum darauf warten können, endlich loszulegen.

Kurz gesagt: Hier passiert etwas Großes.

Die CJD Christophorusschule Erfurt hat am 7. Oktober 2026 ihre neue multifunktionale Sporthalle und zwei angrenzende Klasseneinheiten eröffnet. Und wer bei „feierlicher Eröffnung“ an langes Stillsitzen und steife Programmpunkte denkt, war hier definitiv falsch. Denn hier wurde gehüpft, gesungen, gelacht und gestaunt.

Eine Turnhalle, die direkt zeigen musste, was sie kann

Kaum eröffnet, wurde der neue Raum auch schon ordentlich mit Leben gefüllt. Schülerinnen und Schüler sprangen durch Reifen, dichteten und sorgten mit Musik für Stimmung. Natürlich durfte auch der CJD Song „Das Leben lacht“ nicht fehlen. 

Während draußen die Sonne mit der neuen Halle um die Wette strahlte, flogen drinnen CJD Ballons durchs Publikum. Es wurde applaudiert, erzählt, fotografiert und natürlich neugierig in jede Ecke geschaut. Schließlich wollten alle wissen: Wie sieht sie denn nun aus, die Neue? Die Antwort: hell, modern, barrierefrei und bereit für ziemlich viele Geschichten.

Mehr Platz für Bewegung. Und fürs Leben.

Die neue Halle ist nicht einfach nur eine Turnhalle. Künftig wird hier Sport gemacht, geturnt und trainiert. Aber eben nicht nur. Auch Bewegungs- und Therapieangebote, Aufführungen, Schulveranstaltungen und Feste bekommen hier ihren Platz.

Direkt nebenan warten außerdem zwei neue Klasseneinheiten darauf, mit Leben gefüllt zu werden.

Und dieser zusätzliche Platz wird dringend gebraucht: Aktuell besuchen 129 Schülerinnen und Schüler die CJD Christophorusschule Erfurt. In den vergangenen Jahren ist die Schule stetig gewachsen. Die Räume kamen irgendwann nicht mehr hinterher. Interimslösungen waren nötig und eine eigene Turnhalle gab es bislang gar nicht. Das ist jetzt Geschichte.

Vom Spatenstich zum ersten Reifen-Hüpfer

Begonnen hat alles am 27. Januar 2025 mit dem symbolischen Spatenstich. Knapp 20 Monate später steht nun ein Neubau, der den Schulalltag nachhaltig verändern wird.

Insgesamt wurden rund 6 Millionen Euro investiert. Etwa 3 Millionen Euro stammen aus öffentlichen Zuschüssen, weitere knapp 3 Millionen Euro aus Eigenmitteln des CJD.

Für CJD Vorstand Samuel Breisacher ist die Eröffnung dabei weit mehr als der Abschluss eines Bauprojekts. Sie steht sinnbildlich für die Frage, welche Bedingungen junge Menschen brauchen, um sich entwickeln und ihre Möglichkeiten entfalten zu können: „Wenn wir jungen Menschen die Bedingungen schaffen wollen, damit sie ihr Potenzial voll entfalten können, brauchen sie einen Ort, an dem sie scheitern und fallen dürfen und an dem sie lernen, immer wieder aufzustehen und gemeinsam über sich hinauszuwachsen. Diese Halle steht heute symbolisch für unser Versprechen an die Jugend im CJD, ihnen den Raum, das Vertrauen und die Freiheit zu geben, ihre Zukunft selbst zu gestalten.“

Danke. Und zwar ein ziemlich großes.

Auch Stoyan Dimitrov, Gesamtleiter des CJD Sachsen/Thüringen, freut sich über den neuen Ort für Bildung, Bewegung und Teilhabe und dankt allen, die das Projekt in den vergangenen Jahren begleitet, unterstützt und möglich gemacht haben. „Dieses Vorhaben zeigt, was möglich ist, wenn Freistaat und freie Träger gemeinsam Verantwortung für Bildung und Teilhabe übernehmen.“

So eine neue Sporthalle steht natürlich nicht plötzlich einfach da. Hinter dem Neubau stecken viele Menschen, durchdachte Planung, verlässliche Förderung, große Unterstützung und jede Menge gemeinsames Engagement. Und genau deshalb gehörte dieser Tag auch all jenen, die aus Plänen Räume und aus Ideen neue Möglichkeiten gemacht haben.

Bei der Eröffnungsfeier wurde der Neubau feierlich gesegnet. Mit guten Wünschen für alle, die hier lernen und lehren werden, mit Segensworten und mit Myrrhe versetztem Wasser erhielt das neue Gebäude seinen ganz besonderen Start.

Und was sagen die, die hier jeden Tag unterwegs sind?

Schulleiterin Dr. Katja Kirchner bringt auf den Punkt, warum dieser Neubau für die Schulgemeinschaft so wichtig ist: „Für unsere Schülerinnen und Schüler bedeutet die neue Halle weit mehr als einen Ort für den Sportunterricht. Sie eröffnet neue Möglichkeiten für Bewegung, Begegnung und gemeinsames Lernen. Gleichzeitig stärkt sie das Gemeinschaftsgefühl und schafft Raum für zahlreiche schulische und kulturelle Aktivitäten.“

Und genau das konnte man am Eröffnungstag schon ziemlich gut beobachten.

Und jetzt? Rein ins echte Leben. 

Am Ende des Vormittags ist der Duft von neuem Holz noch da. Die Halle glänzt noch. Die Wände sind noch ziemlich unberührt. Aber vermutlich nicht mehr lange. Denn ab jetzt wird hier gerannt und gelernt, gelacht und ausprobiert, gefeiert, hingefallen und wieder aufgestanden. Genau so, wie es sich für eine Schule gehört.

Die Bauzeit ist vorbei. Jetzt beginnt das Leben in den neuen Räumen.