Wenn eins auf Uwe Klaue nicht zutrifft, dann sind es die Eigenschaft leise und unauffällig zu sein. Im Gegenteil, er hatte immer viele Worte im Sinne des CJDs zu verkünden. Nach 40 Jahren geht ein „Urgestein“ in Rente. Bei seiner Verabschiedung ging es emotional zu. „Uwe“ war mehr als einmal den Tränen nahe, denn es berührte ihn, als die Kita-Kinder einen Tanz mit Gesang vorführten.
Dennis Weilmann, Bürgermeister, bestätigte ihm, er habe immer dafür gesorgt, dass die Türen aufgehen und sich das CJD Wolfsburg weiterentwickelte. Die Elementarpädagogik im Blick, deren Weiterentwicklung, die Berufliche Bildung und die Ausbildung Rehabilitation waren Bereiche, in denen er das Potenzial ausschöpfte.
Er entwickelte, rechnete, setzte mit neuen Ideen an; unter ihm verwandelte sich das Jugenddorfwerk von einem Heim für Schwererziehbare zu einem Bildungsträger, der bei den Agenturen einen guten Eindruck hinterlässt und erkannt wurde, dass dieser Träger ganz nah am Menschen arbeitet. Uwe Klaue schaffte es, seine Mitarbeiter abzuholen und mitzunehmen.
Dass ihm der Schritt in den Ruhestand leichtfallen werde, vermutet keiner, aber er hat eine tolle Frau an seiner Seite und sein Hobby, seine rote Ente, mit der er die Welt erkunden möchte. Uwe Klaue begann seine Zeit beim CJD 1981 als Praktikant in Celle, studierte Sozialpädagogik und Sozialarbeit und blieb dem Träger bis Ende Dezember 2025 erhalten.
Bevor er 1995 nach Wolfsburg kam, arbeitete er für kurze Zeit in Berchtesgaden. Mit der Rückkehr nach Wolfsburg machte der gebürtige Wolfenbütteler einen Schritt zurück in seine Heimat. Sich in den Mittelpunkt zu stellen, war nie das Ding von Uwe Klaue; für ihn hatte die Arbeit mit dem Menschen immer Priorität. Und nicht nur Uwe Klaue wuchs mit den ihm anvertrauten Aufgaben, sondern er sah auch seine Kinder im CJD aufwachsen, denn lange Zeit wohnte er in der Einrichtung.
Mit ihm geht eine Ära zu Ende, aber wie es Uwes Art ist, schließt er keine Tür, sondern macht sie für seine Nachfolger auf.