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  1. Aktuelles aus dem CJD
  2. „Die Akte Volkov“ – Mobiles Escape Room Projekt verwirklicht

Jugendliche aus dem CJD Neustadt feiern eine besondere Premiere

Ein Tatort, viele Rätsel – und unerwartete Wendungen

In „Die Akte Volkov“ gilt es, einen mysteriösen Tatort zu untersuchen, Beweise zu sichern und Schritt für Schritt einem rätselhaften Fall auf die Spur zu kommen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben dabei zahlreiche Herausforderungen: versteckte Hinweise, technische Kniffe, logische Rätsel und überraschende Wendungen. Alles wurde vollständig von den Jugendlichen selbst entwickelt – von der Story über die Rätsel bis hin zur Ausstattung.

Von der Lagerhalle ins Wohnzimmer

Ursprünglich sollte das Escape-Abenteuer in einer alten Lagerhalle eingerichtet werden. Doch aus bautechnischen Gründen war dies nicht umsetzbar. Statt das Projekt aufzugeben, fand das Entwicklerteam eine kreative Lösung: Eine mobile Version, die in transportablen Modulen aufgebaut ist und sich somit flexibel an unterschiedlichen Orten spielen lässt – sogar im eigenen Wohnzimmer. Damit wird das Projekt nicht nur unabhängig vom geplanten Standort, sondern auch für andere leichter zugänglich.

Es war ein sehr vielschichtiges Projekt. Gestartet wurde es mit einem Workshop für päd. Fachkräfte. Katja Batzler von medien+bildung.com worauf es bei der Entwicklung eines eigenen Escapeprojekts ankommt. Mit dem mobilen Escaperoom “code breakers” konnten dann die Jugendteams im CJD Escaperoom Praxiserfahrung gewinnen. Gemeinsam mit Theaterpädagogin Judith Becker startete dann die eigentliche Entwicklungsphase mit einer Tour durch die Wohngruppen des CJD Neustadt. Alle waren aufgerufen Ideen zu Story und Setting mitzuentwickeln, Insgesamt entstanden 35 unterschiedliche Szenarien. 11 wurden ausgewählt, ein kurzer Film Clip erstellt und diese dann zur Abstimmung gestellt. Ausgewählt wurde ein vielschichtiger Kriminalfall, letztendlich die Vorlage zur “Akte Volkov”.

Ab August startete die Umsetzung unter Leitung von Judith Becker mit einer sehr aktiven Gruppe, die sich auch durch einige Rückschläge nicht davon abbringen ließ, das Projekt fertig zu stellen. Auch die beiden Unterstützenden Erik Frohnweiler und Peter Seibel geben an, viel neues

gelernt zu haben, z.B. was Memes sind oder wie die Technik funktioniert, von der es bei der “Akte Volkov” eine ganze Menge gibt.

Und wie kam es an? “Eine echte Herausforderung und gar nicht so einfach”, so die Reaktionen aus den Teams, die das Spiel getestet haben. Und alle haben es dann doch geschafft. Die jungen Spielleiter*innen im Hintergrund geben aus der Steuerungszentrale dann doch manchen Hinweis.

Gefördert durch Aktion Mensch

Unterstützt wurde die Entwicklung von der Aktion Mensch, deren Förderung den Jugendlichen die Möglichkeit gab, professionelle Materialien zu nutzen, technische Elemente einzubauen und einen pädagogisch begleiteten Kreativprozess zu durchlaufen.

Ein Projekt, das verbindet

„Die Akte Volkov“ zeigt eindrucksvoll, wie Engagement, Teamarbeit und Erfindergeist zu einem nachhaltigen und spannenden Angebot führen können. Die Jugendlichen sammelten wertvolle Erfahrungen in Projektmanagement, Gestaltung, Technik und Zusammenarbeit – und haben zugleich ein Format geschaffen, das zukünftig bei Workshops, Veranstaltungen oder direkt in Privathaushalten eingesetzt werden kann.

Mit der erfolgreichen ersten Durchführung ist der Grundstein gelegt: „Die Akte Volkov“ soll weiterwachsen, neue Spielerinnen und Spieler begeistern und vielleicht sogar Inspiration für weitere Jugendprojekte in Neustadt bieten.

Interessent*innen können sich bei Erik Frohnweiler melden und das Spiel buchen. Kontakt: erik.frohnweiler [at] cjd.de (erik[dot]frohnweiler[at]cjd[dot]de) 0151 40638 625

 

Text: Peter Seibel