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  1. Aktuelles aus dem CJD
  2. Politik – lebendig und nahbar

Diskussionsrunde im CJD Wolfstein

Anfang Februar fand die politische Diskussionsrunde im Vorblick auf die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz bei jungen und junggebliebenen Menschen großes Interesse. Sowohl Mitarbeitende, Bewohner unserer Wohngruppen sowie Gäste aus den umliegenden Schulen füllten den Raum.

Wie im Jugenddorfrat des CJD demokratische Strukturen gelebt werden, erläuterte Frau Anja Hartenhauer, eine Auszubildende für Büromanagement in Wolfstein und Sprecherin des Jugenddorfrates.  Demokratie und deren Werte müssen wir schützen, so ihre Einschätzung. Dies geschieht durch regelmäßigen Austausch und Projekte, die oft auch politische Hintergründe beinhalten.

Offenheit und Transparenz sei wichtig – über alles reden können und Rechte und Pflichten kennen lernen, ergänze ihre Hauptziele in dem Jugenddorfrat. 

Verschiedene Perspektiven sowie andere Strukturen kennenzulernen und in den Austausch zu gehen – das ist in der Gesellschaft und in der politischen Bildung wichtig geworden.

Dieser Erfahrung teilte auch Frau Zimmermann aus dem Kinderhaus Olsbrücken in einem kurzen Statement, das offenlegte, dass bereits kleine Kinder von demokratischen Strukturen, z.B. dem Kinderrat, profitieren.

Hier durften nun die eingeladenen Kandidaten der sieben eingeladenen Parteien in der Vorstellungsrunde anknüpfen:

  1. Katja Daish (Bündnis 90 Die Grünen)
  2. Sebastian Demmel (Die Linke)
  3. Tonit Haliti (FDP)
  4. Andreas Hartenfels (BSW)    
  5. Dr. Oliver Kusch (SPD)
  6. Otto Rubly (CDU)         
  7. Helge Schwab (FWG)

 

Gruppierungen oder Organisationen, die extremistische Positionen vertreten oder Menschen abwerten, haben wir bewusst nicht eingeladen. Diese Entscheidung ist kein Ausschluss von Meinungen, sondern eine klare Haltung: Menschenwürde, demokratische Werte und der Schutz der Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Unser Leitsatz lautet: Keiner darf verloren gehen. Genau deshalb stehen wir für Integration, Teilhabe und Chancengleichheit.

Chancengleichheit war in der ersten Vorstellungsrunde der Politiker ein großes Thema: eine gute, kostenfreie Bildung wurde von mehreren Parteien gefordert, so dass eine Möglichkeit besteht, dass jeder eine gute Lebensgrundlage erhalten kann. Herr Tonit Haliti (FDP) sprach von „echten sozialen Aufstiegschancen“. Auch der CDUler Otto Rubly betonte stark die Bildungspolitik als Motor für das Land. 

Neben dem Schul- und Bildungsthema setzte sich stark mit dem Thema der Friedenspolitik Helge Schwab von den Freien Wählern sowie Andreas Hartenfels von dem Bündnis Sara Wagenknecht auseinander. Und doch waren unterschiedliche Ansätze spürbar – so leben verschiedene Meinungen zum gleichen Thema. 

Die soziale Politik war ein Schwerpunkt beim Vertreter der SPD, Dr. Oliver Kusch, in der Form dass es Bafög für alle geben sollte und Bildung generell kostenfrei sein sollte. „Ein solidarisches Netz“ forderte Sebastian Demmel als Vertreter der Linken. 

Katja Daish vom Bündnis90 Die Grünen zielte besonders auf das geforderte Wahlalter (ab 16 Jahren) und den Klimaschutz ab. 

In einer weiteren regen Fragerunde seitens der Teilnehmenden stellten sich die Politiker ganz konkreten Fragen. Sie konnten die Intention des Veranstalters, Hoffnung und Zutrauen in die Zukunft und auch in die jungen Menschen zu setzen, bestätigen.

Diese offene Runde zeigte, dass dies möglich ist!

Am Ende des Abends bedankten sich neben Herrn Udo Schwarz auch unsere Gesamtleitungen Frau Kerstin Wuthe und Herr Hans-Werner Meurer für die erlebte Demokratie an diesem Abend, die vom Austausch lebt, vom Widerspruch und von unterschiedlichen Perspektiven. Sie lebt aber ebenso vom Respekt, von der Anerkennung der Menschenwürde und von der Bereitschaft, einander zuzuhören. 

Politik war lebendig und nahbar! Herzlichen Dank an alle Beteiligten!