Frühe Bildung als Schlüssel für die Zukunft
Wie werden Kinder zu starken Persönlichkeiten? Was brauchen sie, um mutig, neugierig und selbstwirksam durchs Leben zu gehen? Und welche Rolle spielen Kitas, Familienbildung und pädagogische Fachkräfte in einer Welt, die sich rasant verändert?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Bundesfachkonferenz 2026 im CJD Fachbereich Elementarpädagogik und Familienbildung. Unter dem Motto „Sichere Orte, starke Kinder – Future Skills fürs Leben!“ kamen Fach- und Führungskräfte zusammen, um gemeinsam nach vorn zu schauen: auf die Zukunft früher Bildung, auf die Kompetenzen von Kindern und auf die Verantwortung, die pädagogische Arbeit heute trägt.
Zukunft entsteht im Miteinander
Bereits der Auftakt machte spürbar, worum es an diesem Tag ging. Ein gemeinsamer DrumCircle, angeleitet von Musiktherapeut Matthias Hübner, brachte die Teilnehmenden in Bewegung und Verbindung. Rhythmus, Zuhören, Reagieren, sich einbringen und zugleich Teil eines größeren Ganzen sein: Was zunächst spielerisch wirkte, wurde zu einem starken Bild für gelingende Bildung, Zusammenarbeit und Führung.
Einen besonderen fachlichen Impuls gab Noemi Dobelmann von der Bertelsmann Stiftung mit ihrem Vortrag „Future Skills in der Frühen Bildung?! Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung für heute und morgen“. Im Mittelpunkt standen Fragen, die weit über den pädagogischen Alltag hinausweisen: Welche Kompetenzen brauchen Kinder für die Welt von morgen? Wie können Fachkräfte sie wirksam begleiten? Und auf welches Leben bereiten wir Kinder eigentlich vor?
Sichere Orte machen Kinder stark
Die Konferenz machte deutlich: Future Skills sind kein zusätzliches Thema, sondern längst Teil guter früher Bildung. Kinder entwickeln Zukunftskompetenzen im gemeinsamen Spiel, im Aushandeln, im Umgang mit Konflikten, im Ausprobieren, Scheitern und Weitergehen. Sie lernen, Fragen zu stellen, Lösungen zu suchen, Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
Dafür brauchen Kinder sichere Orte: Orte, an denen sie gesehen werden, Beziehungen verlässlich sind und sie sich ausprobieren dürfen. Solche Orte entstehen durch qualifizierte Fachkräfte, klare Haltung, gute Leitung und Teams, die gemeinsam Verantwortung übernehmen. Genau darin zeigt sich die Expertise des Fachbereichs Elementarpädagogik und Familienbildung: in der Verbindung von pädagogischem Wissen, praktischer Erfahrung und der Bereitschaft, Bildung weiterzudenken.
Die Bundesfachkonferenz 2026 hat gezeigt: In der frühen Bildung bewegt sich viel. Hier wird nicht abgewartet, sondern gestaltet – mit fachlicher Kompetenz, Verantwortung und einem klaren Blick für starke Kinder und eine starke Gesellschaft.