"Es ist königlich, dass Sie hier sind und eine tolle Anerkennung für uns!" Kita-Leiterin Wiebke Barten war sichtlich stolz über den hohen Besuch am 10. Februar. Die Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender, war gekommen, um sich beim CJD in Rostock über die Themen Partizipation und Inklusion zu informieren. Und der Tag hätte für sie nicht schöner beginnen können: rund 20 Kita-Kinder sangen "Einfach spitze", animierten die 64-Jährige zum Mitklatschen und -stampfen und tauschten sich über das beste Kita-Mittagessen aus. "Ich schätze ihre Arbeit sehr. Es ist wichtig für Kinder, mit liebevollen Menschen zusammen zu sein - vielen, vielen Dank dafür", meinte Elke Büdenbender anerkennend. Als Dankeschön und Erinnerung erhielt sie von der Kita ein segensreiches Geschenk: 3 Könige aus Holz. Im Mittelpunkt des Besuchs stand an diesem Tag noch "etwas" ganz anderes - ein Möbelstück aus Holz. Das Tool-Kid(t) hatte es der Präsidentenfrau angetan. Auf Vermittlung von CJD Vorständin Petra Densborn, ebenfalls in Rostock vor Ort, war dieser Besuch zustande gekommen. Sabine Sölbeck, Projektmitarbeiterin für Weiterbildung erklärte dazu: "Beziehung ist das Fundament von Partizipation, damit Kinder sich entfalten können. Mit dem Tool-Kid(t) gelingt es, Haltung bereits im frühkindlichen Alter zu vermitteln", erläutert sie. Und betont, dass es sich bei der in der CJD Werkstatt für behinderte Menschen in Ribnitz-Damgarten gefertigten Möbelstück nicht um eine Spielkiste handelt. Elke Büdenbender hörte aufmerksam zu und zeigte sich beeindruckt: "Eine gute Methode!", bevor sie die enthaltenen 47 Tools genauer inspizierte. "Partizipation bedeutet, viel auf das Kind zu schauen, doch dafür braucht es vor allem Zeit" sagte Kita-Leiterin Wiebke Barten. Und die sei knapp, besonders in Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte Bianca Kobel, Bundesreferatsleiterin Elementarpädagogik im CJD. "Es gibt einen Riesenunterschied zwischen den Bundesländern - der Betreuungsschlüssel in MV liegt bei 14 Kinder auf einen Erzieherin oder Erzieher, in Bayern liegt es bei 3,5 Kindern auf 1 Erzieher" erklärte die Bundesreferatsleiterin Elementarpädagogik im CJD. Entstanden sei das Tool-Kid(t) aus einem mit Bundesmitteln geförderten Projekt ergänzte Gesamtleiterin Kornelia Hennek, die neben dem Einsatz des Tool-Kid(t) im frühkindlichen Bereich insbesondere auch Potential bei Demokratieförderung und anderen außerschulischen Einsatzfeldern sieht.