Alles begann 1986 im CJD Wolfstein: sie wurde als gelernte Erzieherin eingestellt und die ihr anvertraute Mädchenwohngruppe blieb ihr in lebendiger Erinnerung. Sie baute sich hier ein gutes Fundament für ihre langjährige Tätigkeit in der Sozialpädagogischen Familienhilfe.
Bereits nach zwei Jahren im Jahr 1988 führte sie ihr Weg für drei Jahre nach Berlin. Dort arbeitete sie als Sozialpädagogin im Tagesdienst und betreute zusätzlich Azubis aus unterschiedlichen Fachbereichen. Diese Jahre in Berlin waren sehr bewegt! Sie erlebte hautnah die Zeit vor und nach dem Mauerfall und wurde so Zeugin dieses historischen Umbruchs, der die Stadt, die Menschen und Deutschland nachhaltig prägte.
Zurück in der Pfalz übernahm sie für das CJD Neustadt die Aussiedlerberatung in Maximiliansau und dies für mehr als zehn Jahre. Bereits nach einem halben Jahr wurde ihr die Leitung der Aussiedlerberatung übertragen. Wieder einmal zeigte Frau Beck ihren unerschrockenen Mut, sich in neue Aufgabengebiete einzuarbeiten. Fachliche Kompetenz schreckte sie nie ab, sie konnte es stets als Herausforderung annehmen.
Neben ihrer beruflichen Tätigkeit investierte sie kontinuierlich in ihre persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Das Abitur hat sie in Abendschule nachgeholt und studierte anschließend mehrere Semester im Bereich Pädagogik.
1995 folgte ein weiterer Meilenstein: In Absprache mit dem damaligen Leiter des CJD Neustadt folgte der Aufbau der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) im Kreis Germersheim. Die Arbeit begann damals mit zwei psychisch kranken Familien. Frau Beck bildete sich auch in diesem Bereich stetig fort: eine Ausbildung zur Systemischen Familienhelferin und spätere Weiterbildung zur systemischen Familientherapeutin und Kinderschutzfachkraft (InsoFa) ergänzten ihr Profil. Sie gab ihr Wissen gerne an ihre Teams weiter und führte mehrfach die CJD-interne Weiterbildung „Systemisches Arbeiten im CJD“ durch.
Mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung prägte sie die ambulante Arbeit des CJD, entwickelte und etablierte sie in ihrer Funktion als Teamleitung für die SPFH in Germersheim, Landau und Pirmasens. Dabei begleitete sie nicht nur Familien in schwierigen Lebenssituationen, sondern unterstützte auch die fachliche Entwicklung ihrer Mitarbeitenden.
Eine große persönliche Herausforderung war eine Krebsdiagnose im Jahr 2022. Ihre Kraft und ihr Durchhaltevermögen bewies sie auch hier! Sie meisterte diese Zeit und blieb ihrem beruflichen Engagement weiterhin verbunden.
Seit 2024 ist sie als Angebotsleitung für die ambulanten Maßnahmen in Germersheim, Landau und Pirmasens tätig. Hierunter fallen die Schulsozialarbeit, FOS, das Projekt 4+1, der Stadtteilladen sowie das Familienbüro in Hagenbach. Gleichzeitig verantwortet sie weiterhin die Teamleitung in einigen Bereichen. Damit trägt sie bis heute eine zentrale Verantwortung im Bereich der ambulanten Angebote und der Gestaltung sozialpädagogischer Hilfen.
Ihr beruflicher Werdegang steht für Engagement, fachliche Kompetenz und die Bereitschaft, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen. Über vier Jahrzehnte hinweg hat sie zahlreiche Menschen begleitet, unterstützt und gefördert – ihre Spuren sind im CJD zu sehen und zu spüren: Danke Frau Beck für einen Einblick in ihren beeindruckenden Lebensweg! Dieser ist geprägt von Einsatzbereitschaft, Menschlichkeit und Leidenschaft für die soziale Arbeit.
Abschließend sagte Frau Beck, dass sie es sehr geschätzt hat, dass sie mit ihrer Grundausbildung als Erzieherin vieles machen durfte und immer wieder neue Chancen bekam. Mit trauriger Stimme betont sie, dass dies heute leider nicht mehr möglich sei. An sie hat man im CJD immer geglaubt und ihr vertraut und dafür ist sie sehr dankbar!