Aufholpaket der Bundesregierung

Ein erster Anfang, aber noch ein weiter Weg

„Kinder und Jugendliche nach der Corona-Pandemie stärken“. So verkündet das Bundesfamilienministerium das Milliardenprogramm für Kinder und Jugendliche. Dass deren schwierige Situation nun ins Blickfeld der Regierung rückt, begrüßt das CJD sehr. Schon seit vielen Monaten gehören wir zu denjenigen Stimmen, die auf die schwierige Situation der jungen Generation in Zeiten der Pandemie aufmerksam machen. Besonders besorgniserregend: Wieder einmal steht Bildungsgerechtigkeit im direkten Zusammenhang mit der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen. Sie hat in der Pandemie deutlich abgenommen.

Das Bundesprogramm ist nur ein erster Schritt. Über die Höhe der Summe lässt sich grundsätzlich diskutieren – viel wichtiger ist ein nachhaltiger, wirkungsvoller Einsatz der Mittel, um den Langzeitfolgen der Pandemie zu begegnen. Wir brauchen in den kommenden Jahren eine stabile Infrastruktur an zusätzlichen schulischen und außerschulischen Angeboten, die nicht aufgrund leerer Kassen wieder als eine der ersten eingestellt werden.

Das CJD setzt schon jetzt in vielen Einrichtungen Angebote um, die sich speziell an jungen Menschen richten, die drohen den Anschluss zu verlieren. Dazu gehören individuelle Lernbegleitung, Nachhilfe, Freizeitaktivitäten im Freien und auch psychologische Begleitung. Solche Angebote müssen unbedingt – mit Unterstützung der Bundesregierung – ausgebaut und verstetigt werden!