Sprach- und Kulturkurse sowie Angebote zur beruflichen Qualifizierung sind Voraussetzungen für eine gelingende Integration

20.06.2016 CJD e. V. « zur Übersicht

„Bildung ist entscheidend für die Integration von Migrantinnen und Migranten.“ So lautet das Fazit des „Datenreports 2016 – ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland“. Zum heutigen Weltflüchtlingstag will das CJD diesen Aspekt bekräftigen. Dazu betont Johannes Tzschentke, Abteilungsleiter Berufliche Bildung in der CJD Zentrale: „Zwar lassen momentan die Flüchtlingsströme nach Deutschland insgesamt nach – die Geflüchteten, die bereits hier sind, müssen jedoch nachhaltig in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft integriert werden.“ Ein gelungenes Beispiel dafür ist die Geschichte des jungen Zabi aus Afghanistan: Er ist der erste Flüchtling im CJD Homburg/Saar, der erfolgreich eine Berufsausbildung absolvierte.

Zabihulla Amini, genannt Zabi, 1995 geboren, floh als Kind aus Afghanistan. 2012 erreichte er Deutschland. „Nach drei Monaten in Völklingen kam ich ins CJD Homburg/Saar und es hat sich für mich vieles verändert“, erzählt der junge Mann. „Ich lernte die deutsche Sprache jetzt richtig und besser kennen. Ich war ehrgeizig und wollte unbedingt einen Beruf erlernen, damit ich hier in Deutschland eine Chance habe.“

Im August 2013 begann Zabi eine Ausbildung zum Verkäufer im CJD Ausbildungsmarkt ‚nah & gut‘. Nach einer zweijährigen Ausbildungszeit konnte er das erlernte Können und Wissen erfolgreich vor dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer nachweisen. Inzwischen arbeitet Zabi als Verkäufer im ‚nah & gut‘. „Ohne die Mitarbeiter im CJD Homburg/Saar, egal ob Ausbilder, Lehrer oder Betreuer, hätte ich das nicht schnell geschafft“, betont der junge Mann.

„Die Erfolgsgeschichte von Zabihulla Amini zeigt, wie Integration in Arbeit mit dem CJD gelingen kann“, meint dazu Johannes Tzschentke. „Dazu braucht es mehr als eine Unterkunft, Kleidung und Nahrung. Wir müssen den geflüchteten Menschen eine nachhaltige Perspektive bieten.“ Sprach- und Kulturkurse sowie Angebote zur beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung seien dafür die Voraussetzungen – und diese sollten so frühzeitig wie möglich greifen.