Hinter den Kulissen - Nachgefragt bei Lotte Stiebling und Bianca Röhler - Freiwilliges Ökologisches Jahr im Ökohaus Markkleeberg

09.09.2021 CJD Markkleeberg « zur Übersicht

Raus in die Natur, ran an den Spaten, in der Umweltbildung tätig sein, Erfahrungen sammeln, eigene Stärken erkennen, beruflich orientieren und ein bisschen die Erde retten – das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) bietet viele verschiedene Möglichkeiten ein Jahr lang den Blick für sich selbst und für die Umwelt zu schärfen. Bis vor Kurzem arbeiteten in unserem Ökohaus Markkleeberg Bianca Röhler und Lotte Stiebling – was die beiden bewogen hat, ihr FÖJ-Jahr dort zu erleben und was sie für ihren weiteren beruflichen Weg entschieden haben, erzählten sie uns in einem Interview.

Warum habt ihr Euch für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im CJD entschieden?

Zwischen Abitur und Studium wollten wir praktische Erfahrungen sammeln und neue Eindrücke gewinnen. Das Ökohaus Markkleeberg bot dabei für uns die perfekte Einsatzstelle.

Was macht für Euch das CJD Ökohaus Markkleeberg so besonders?

Die Nähe zur Natur macht das Ökohaus für uns besonders interessant. Die Arbeit mit Kindern und das Pflegen des großen Außengeländes sorgen für abwechslungsreiche Aufgaben und vielfältige Arbeitsbereiche. Außerdem können wir eigene Ideen in die Entwicklung der Konzepte einbringen. Das ist klasse, denn so können wir uns auch persönlich entfalten, eigene Ideen und Gedanken einbringen und in der täglichen Arbeit umsetzen.

Warum sollten auch andere ihr FÖJ hier machen?

Durch die vielseitigen Aufgaben werden viele verschiedene Interessengebiete angesprochen und man kann hier einiges lernen zu Pädagogik, hier insbesondere Umweltpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit, Landschaftspflege, Umwelt- und Naturschutz und zu Themen wie Nachhaltigkeit, Klimawandel, Biodiversität, ökologischer Anbau und so weiter. Die Arbeit mit Kindern ist spannend und lässt einen über sich selbst hinauswachsen. Einen angenehmen Ausgleich dazu bietet die Gartenarbeit, bei der Entwicklungen schnell sichtbar werden und man echte Erfolgserlebnisse hat.

Eure 5 wichtigsten Aufgaben im Ökohaus sind…?

Die Entwicklung und Durchführung von Programmen für Kinder sind besonders wichtig. Außerdem ist die Pflege des Gartens besonders wichtig. Wir legen Beete an, gießen täglich Pflanzen, harken Laub und - auch das muss sein - jäten Unkraut. Die Kommunikation und der Austausch mit anderen Akteuren Markkleebergs ist auch ein bedeutender Teil der Arbeit. Durch das Netzwerken entstehen wichtige, gemeinsame Projekte.

Bianca, welche Erkenntnisse über Dich selbst und über Deine zukünftigen beruflichen Wege hat Dir das FÖJ bis jetzt gebracht?

Während des Freiwilligendienstes habe ich festgestellt, dass ich wirklich im Umweltbereich arbeiten möchte und mir planende Aufgaben, zum Beispiel bei einem Amt, besonders liegen. Die Arbeit mit Kindern im Bereich der Umweltbildung kann ich mir stattdessen nicht für meinen zukünftigen Werdegang vorstellen.

Lotte, auf welche Herausforderungen stößt Du bei Deiner täglichen Arbeit?

Es gibt nichts, was sich nicht durch ein Gespräch im Team, wettergerechte Kleidung und passende Nachschlagewerke lösen ließe.

Welche Lieblingsaufgaben habt ihr?

Wir beide können uns für unterschiedliche Aufgaben begeistern. Mir hat es besonders die Arbeit an Konzepten und die Entwicklung von Ideen für kommende Veranstaltungen mit Kindern angetan. Bianca macht die Arbeit im Freien und das Gestalten und Pflegen des Außenbereiches besonders viel Spaß.

Wie geht es nach dem FÖJ-Jahr für Euch weiter?

Wir beide haben uns entschieden, ab Oktober ein Studium zu beginnen. Dabei möchte Lotte in den pädagogischen Bereich gehen und ich in den Umweltplanungsbereich. Durch das FÖJ-Jahr im Ökohaus Markkleeberg konnten wir beide für unseren weiteren Lebensweg wertvolle Erfahrungen sammeln und uns auch persönlich weiterentwickeln. Natur- und Umweltschutz haben uns auch schon davor interessiert. Hinter die Kulissen zu schauen und praktische Erfahrungen zu sammeln, wie dieses Thema in der täglichen Arbeit umgesetzt werden kann, um Jugendliche und Kinder dafür zu sensibilisieren, war aufregend, manchmal echt herausfordernd, aber in jedem Fall lehrreich für die eigenen Perspektiven und für persönliche und berufliche Entscheidungen.

Mehr Informationen zu den Möglichkeiten eines Freiwilligen Ökologischen Jahres im CJD Sachsen/Thüringen: Corinna Thamm, corinna.thamm@cjd.de, fon: 0151 / 40 63 84 48