Lernen, Verantwortung zu übernehmen

Caterina, Berufsvorbereitung im Holzbereich

Caterina lebt bis zu ihrem 18. Lebensjahr im Heim. Danach zieht sie in eine eigene Wohnung. Die junge Frau hat einen Hauptschulabschluss und ein Berufsgrundjahr im Bereich Hauswirtschaft/Textil absolviert. Ihre Ausbildung zur Kinderpflegerin bricht Caterina nach einem halben Jahr ab. Sie ist mit ihrer eigenen Wohnung völlig überfordert, verschuldet, psychisch instabil und den Anforderungen einer Berufsausbildung nicht gewachsen.
 
Nächstes Ziel: die Berufsausbildung
 
Caterina bei der TierpflegeNach 15 Monaten Arbeitslosigkeit bekommt Caterina die Chance, in der CJD Jugendwerkstatt Sangerhausen zu arbeiten. Hier soll sie ihre Begabungen und beruflichen Wünsche kennen lernen und sich in der Gesellschaft wieder besser zurechtfinden. Doch Caterina hat keine Lust auf die Arbeit in der Jugendwerkstatt: Sie ist aggressiv, dominant und lehnt Normen ab. Obwohl man ihr empfiehlt, im Holzbereich zu arbeiten, versucht sich Caterina auf eigenen Wunsch in der therapeutischen Tierhaltung. Doch auch hier ist die Verantwortung zu hoch für die junge Frau – nach sechs Monaten wechselt sie doch in den Holzbereich. Hier hat sie einen geregelten Arbeitsablauf mit immer erreichbaren Ansprechpartnern. Ihr wird nach und nach mehr Verantwortung übertragen, ohne sie zu überfordern. Nach der Jugendwerkstatt beginnt Caterina eine berufsvorbereitende Maßnahme und schließt diese erfolgreich ab. Ihr Ziel ist jetzt eine Ausbildung anzufangen.
 
Erfolg der intensiven pädagogischen Betreuung
 
Im betreuten Jugendwohnen lernt Caterina einen geregelten Tagesablauf, die Organisation der Hausarbeit und die Strukturierung ihres Tagesablaufs. Die intensive pädagogische Betreuung hat Erfolg: Ein Jahr später lebt Caterina gern und problemlos in ihrer eigenen Wohnung. 
 
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