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08.06.2011 - Berlin

"Respekt ist die Grundlage für Veränderungen"

CJD Abgeordnetenfrühstück mit Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen

‚Respekt‘ lautete das Thema bei einem Abgeordnetenfrühstück des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. (CJD – die Chancengeber) mit Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen in Berlin. „Wir möchten dieses Thema in die Gesellschaft hineintragen“, erklärte Pfarrer Hartmut Hühnerbein, Sprecher des geschäftsführenden CJD Vorstands. Weitere Redner der heutigen Veranstaltung waren Dr. Ralf Brauksiepe, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, sowie die blinde Pop-Sängerin Joana Zimmer, die sich als Botschafterin für das CJD engagiert. „Respekt ist die Grundlage für Veränderungen“, betonte Zimmer.

 

„Respekt ist derzeit das zentrale Thema in gesellschaftlichen Zusammenhängen“, meinte CJD Vorstand Hartmut Hühnerbein. Er kritisierte mangelnden Respekt vor Menschen mit einem Handicap, was sich in Gewalt, sexuellen Übergriffen und Intoleranz äußere. Das CJD wolle zu mehr Respekt aufrufen und das Thema in die Gesellschaft hineintragen. Im Vorfeld des Abgeordnetenfrühstücks hatte das CJD beispielsweise in Berlin einen Schreibwettbewerb veranstaltet. „Die Gewinnerin ist 14 Jahre alt und hat eine spannende Geschichte zum Thema Respekt verfasst“, lobte Hühnerbein.

 

Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe hatte zum Thema recherchiert und festgestellt: „Respektforschung wird sogar an der Universität gelehrt, ist eine richtige Wissenschaft.“ Dabei würden Modelle entwickelt, wie man Respekt erreichen könne. „Diese hehren Grundsätze müssen auch im Alltag gelebt werden.“ Der Staatssekretär dankte den Mitarbeitenden des CJD, die mit ihrer Arbeit den Respekt vor allen Menschen lehrten.

 

„Respekt beinhaltet nicht nur die Toleranz vor unseren gesellschaftlichen Unterschieden, sondern ist die Grundlage für Veränderungen“, sagte die Pop-Sängerin Joana Zimmer, die sich als Botschafterin des CJD engagiert. Die erfolgreiche Künstlerin ist von Geburt an blind und weiß: „Menschen mit einem Handicap mutieren oft zu Randgruppen und lassen sich scheinbar schwer integrieren.“ Das liege zum Teil an der Unsicherheit, aufeinander zuzugehen, und beruhe auf Gegenseitigkeit. Auf der anderen Seite würden die Politik und Organisationen wie das CJD sehr viel zur Unterstützung von Menschen mit Handicaps beitragen. „Ich habe das Privileg, in einem Land zu leben, in dem überdurchschnittlich viel für Menschen mit Handicaps getan wird. Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, mich dafür offiziell zu bedanken“, erklärte Zimmer unter dem Applaus der Anwesenden.

 

Respekt auch in der ‚Bonner Zukunftserklärung‘

 

Um das Thema Respekt geht es auch in der ‚Bonner Zukunftserklärung‘, die 350 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem CJD auf den ‚Politischen Projekttagen‘ Ende Mai in Bonn verabschiedet hatten. Stellvertretend für diese Jugendlichen übergaben die 17-jährige Julia aus dem CJD Königswinter und der 18-jährige Marvin aus dem CJD Rostock jetzt die Erklärung an Staatssekretär Brauksiepe. In der ‚Bonner Zukunftserklärung‘ formulieren die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem CJD ihre Wünsche und Forderungen für die Zukunft – etwa einheitliche Bildungschancen sowie eine Sicherung für Menschen in sozialen Notlagen. Die Jugendlichen erklären aber auch, was sie selbst für eine bessere Zukunft tun wollen: „Wir gestalten unsere Zukunft ohne Vorurteile und ohne Ausgrenzung mit, indem wir allen Menschen mit Respekt begegnen, auf Gewalt verzichten und Zivilcourage zeigen“, heißt es da zum Beispiel.




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Julia Edele-Hörner
julia.edele-hoerner@cjd.de
CJD Pressestelle

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