News
05.02.2010 - Olpe/Kirchesohl
Baubeginn im März
CJD: Kletterturm wird teurer als erwartet
Olpe.
Mut, Selbstbestätigung und Selbstvertrauen soll er jungen Menschen vermitteln, die ansonsten eher im Hintergrund stehen. Doch bevor das Christliche Jugenddorf (CJD) Olpe sein Projekt „Kletterturm“ angehen kann, sind einige Hürden zu überwinden.
Auf ca. 27.000 Euro veranschlagten Projektleiter und -initiator Wolfgang Langenohl, im CJD für Sozialmarketing zuständig, und seine Kollegen den Bau des elf Meter hohen, frei stehenden Turms. Doch die tatsächlichen Kosten liegen um rund 20.000 Euro darüber.
Der Grund: „Zu den Baukosten kommen noch weitere Kosten für beispielsweise einer Statik, die u.a. auch die Bauaufsicht benötigt, eine noch speziellere DIN gefertigte Unterbaukonstruktion sowie TÜV-Einzelabnahmen, die im Vorhinein nicht bedacht wurden“, gibt Langenohl unumwunden zu.
Entmutigen lassen sich die „Turmbauer“ durch den Schock der Preiserhöhung aber nicht: „Wir wollen im März anfangen zu bauen – wenn das Wetter mitspielt.“
Und auch dieser Bau wird in die Konzeption des Christlichen Jugenddorfes in Olpe integriert: Die „hauseigenen“ Bauhandwerker sind für das „Schaffe, Schaffe“ der Fundamente zuständig, unter professioneller fachlicher Anleitung eines bekannten Bauunternehmens aus Olpe versteht sich.
Das CJD kann sich im Übrigen auf seine Partner und Unterstützer in der Region verlassen: „Wir haben bisher schon 30.000 Euro an Spendenmitteln für das Turmprojekt erhalten und sind zuversichtlich, die fehlenden Mittel zu erhalten“, ist Wolfgang Langenohl sicher.
„Der Kletterturm des Christlichen Jugenddorfes Olpe ist eine gemeinschaftliche Aktion der Jugendlichen und der Mitarbeiter dieser Einrichtung“, heißt es in der Projektbeschreibung.
Und weiter: „...Er erfüllt somit den Grundgedanken des Projektes gemeinsam Unternehmungen zu planen, auszuführen und zu unterhalten.
Der Betrieb dieses Turmes ist somit im Sinne der Einrichtung auch im nonprofitablen Bereich zu sehen. Da wir es hier mit einem Teilnehmerkreis zu tun haben, der oft mit Multiproblemlagen zu uns kommt, ist die Vermittlung von Elementen der Erlebnispädagogik von elementarer Bedeutung. Mit Hilfe des Kletterturms werden sowohl die eigene Wahrnehmung, das Körperbewusstsein, die Motorik, Problemlösestrategien, Selbsteinschätzung, Selbstwert und die soziale Kompetenz gefördert...“
Die Idee, den Turm auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes in Kirchesohl zu errichten, hatte Wolfgang Langenohl, als er einen solchen Turm am Eyler See (Niederrhein) sah. Erste Entwürfe zum Bau entstanden im März 2009, auch die „Träger öffentlicher Belange“ erkannten die Chance zur Aufwertung sowohl des CJD als auch der Biggetalsperre.
Auch der Ruhrverband gab grünes Licht, THW, ehemalige CJD Teilnehmer und einige Unternehmen sagten Hilfe bei der Errichtung zu: „Stellvertretend für alle muss ich mich bei den Unternehmen Rüdiger Sabisch und Forbis-Jäger für die große angesagte Unterstützung bedanken. Sie leisten notwendige Hilfe, damit ein solcher Turm entstehen kann.“, so Langenohl.
Der Turm besteht aus einem rechteckigen Stahlgerüst auf solidem Fundament, verkleidet mit Steinstaub beschichteten Wänden mit „Felsoptik“; erklettert werden kann er an drei Seiten auf Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.
Bis es so weit ist, muss aber noch Einiges erledigt werden: der Ruhrverband verlangt – „zu Recht“ (Wolfgang Langenohl) – eine Absicherung des Geländes gegen unbefugtes Betreten, die Hersteller empfehlen eine „jährliche Sicherheitsinspektion“ der nach DIN gefertigten Konstruktion. „Die erste Inspektion mit Jahresgarantie ist im Montagepreis erhalten“, weiß Langenohl.
Diese Dinge treiben den Preis in die Höhe: auf 47.000 Euro. 30.000 Euro sind an Spenden eingenommen, der Eigenanteil des CJD beträgt 4500 Euro, verbleiben noch 12.500 Euro, die über Sponsoren einzubringen sind.
In den 30.000 Euro enthalten sind 5000 Euro, die von der „M.G. International (Holding) GmbH“, einem international operierenden Logistikunternehmen mit Hauptsitz in Siegen, gespendet wurden. M.G.- Managing Directors Uwe Stupperich ist Altenkleusheimer und ihm war es daher ein besonderes Anliegen, den „Turmbau zu Kirchesohl“ zu unterstützen.
Wer helfen will, jungen Leuten zu mehr Selbstwert zu verhelfen, kann u.a. Geld auf das Konto 7997 bei der Sparkasse ODW (BLZ 46250049), einzahlen.
Jede Spende ist steuerlich absetzbar. Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland ist als gemeinnützig anerkannt.
Auf der Überweisung sollte immer das Kennwort „Kletterturm“ und eine vollständige Adresse angegeben sein, damit das CJD Olpe zeitnah eine Zuwendungsbescheinigung zustellen kann.
Wolfgang Langenohl, CJD-Sozialmarketing, Tel 02761/9427976
Aktuelle Informationen zum Projekt findet man unter www.cjd-olpe.de
Quelle: Sauerlandkurier (Hartmut Poggel)
.






