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12.10.2009 - Berlin
„Wir müssen mehr junge Menschen ausbilden“
Hartmut Hühnerbein, Sprecher des CJD Vorstandes, berichtete über die aktuellen Projekte des Bildungs- und Sozialwerkes: „Gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise denken wir viel darüber nach, wie wir Jugendlichen helfen können eine Perspektive für sich und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.“ Als Beispiel für die Arbeit des CJD am Übergang von der Schule in den Beruf nannte Hartmut Hühnerbein das Berliner Projekt ‚Praxisklasse’: Junge Hauptschüler, darunter oft Schulverweigerer, arbeiten hier neben dem Schulbesuch in Werkstätten des CJD als angehende Friseure, Köche oder Tischler und werden so mit Erfolg auf ihren späteren Beruf vorbereitet. Drei Viertel der Jugendlichen schaffen auf diese Weise den Einstieg in eine Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt.
Ausbildungschancen für junge Männer sinken durch Krise
Margit Haupt-Koopmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg bei der Bundesagentur für Arbeit, sprach in ihrem Grußwort über die aktuelle Situation von Jugendlichen im Arbeitsmarkt. Insbesondere Jugendliche zwischen 20 und 25 Jahren und darunter junge Männer im verarbeitenden Gewerbe hätten mit den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu kämpfen. Hier sei die Arbeit des CJD sehr wichtig: Diese jungen Menschen brauchen Begleitung und Unterstützung, zum Beispiel durch berufsvorbereitende Maßnahmen.
Ungelernte junge Arbeitnehmer besser qualifizieren
Margit Haupt-Koopmann wies in ihrer Rede auch darauf hin, dass es ab 2010 wegen der demografischen Entwicklung einen Mangel an Fachkräften in Deutschland geben werde. „Hier möchten wir mit dem CJD kooperieren: Wir müssen mehr junge Menschen ausbilden.“ Auch die Qualifizierung von un– und angelernten Jugendlichen in Unternehmen sei eine große Herausforderung, da diese besonders von Arbeitslosigkeit bedroht sind, so Haupt-Koopmann: „Keiner darf verloren gehen. Dieser Grundsatz des CJD gilt in Zukunft bei jungen Arbeitnehmern mehr denn je.“
Benefiz-Konzert des CJD Orchesters für junge Mütter in Not
Nach dem Empfang gab das CJD Orchester ein Konzert in neuer Besetzung: Seit diesem Jahr spielen ausschließlich musikalisch begabte Schülerinnen und Schüler aus den Einrichtungen des CJD zusammen und machen so ihre ersten Erfahrungen auf einer großen Bühne. Solistin am Klavier war Meng Sun: Die erst 13-jährige Schülerin der CJD Christophorusschule Elze (Niedersachsen) erhielt 2009 den ersten Preis beim Bundeswettbewerb ‚Jugend musiziert’. Der Erlös aus den Eintrittsgeldern kommt dem CJD Insel Usedom-Zinnowitz für sein Projekt ‚Frühwarnsystem’ zu Gute: Minderjährige oder allein stehende junge Mütter, die mit der Betreuung ihrer Kinder überfordert sind, erhalten hier schnell und unbürokratisch eine Soforthilfe.
Druckfähige Fotos vom Jahresempfang stellen wir Ihnen gern per E-Mail zur Verfügung.
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Julia Edele-Hörnerjulia.edele-hoerner@cjd.de
CJD Pressestelle







