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Übergang von der Schule in den Beruf: Projekte

 

Projekte: Transmission II - Hilfen beim Übergang Schule - Beruf

Gönül, 16 Jahre

möchte Kosmetikerin werden. Ihre Eltern lehnen dies jedoch ab, stattdessen soll sie in der Türkei heiraten. Hilfe suchend wendet sie sich an die Sozialarbeiter von „Transmission“.
In Rollenspielen wird der Konflikt mit dem Elternhaus aufgearbeitet, Handlungs- und Argumentationshilfen gegeben, dann lädt das Projekt die Eltern in die Schule ein und organisiert ein Mediationsgespräch. Die Eltern lassen sich überzeugen, dass auch bei Heirat eine berufliche Ausbildung sinnvoll ist.

Matthias, 16 Jahre

verweigert den Schulbesuch. Sein Werdegang wird in der Projektbeschreibung unten dargestellt.

Transmission II: Hilfen beim Übergang Schule – Beruf

an einer Hauptschule in Berlin-Mitte
Unser Anliegen ist es, Jugendliche im sozialen Brennpunktbereich Moabit beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Bei einem Ausländeranteil von ca. 70 %, Schülern aus mehr als 40 Nationen und zum großen Teil aus sozial schlecht gestellten Familien spielt das Problem der Schulverweigerung eine nicht unbedeutende Rolle. Junge Menschen ohne Lebensperspektiven werden in unserer Gesellschaft schnell ins Abseits gestellt, so dass insbesondere bei steigender Schuldistanziertheit frühzeitige Hilfen notwendig sind. So bieten wir in enger Zusammenarbeit mit der Breitscheid-Oberschule je nach bisheriger "Schulkarriere" ab der 7. Klasse an:
  • Schullaufbahnberatung
  • Individuelle Beratung zur beruflichen Orientierung und Integration ins Arbeitsleben
  • Betreuung und Vermittlung von Betriebspraktika
  • Hilfen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen
  • Vermittlungshilfen bei der Ausbildungsplatzsuche
  • Begleitung und Unterstützung bei Behördengängen
  • Vermittlung von Förderkursen
  • Bewerbungstraining
  • Soziales Training
Das Beispiel des Schulverweigerers Matthias soll die Arbeit verdeutlichen:
Matthias war bei Beginn der Beratung 16 Jahre alt, befand sich in der 7. Klasse im 10. Schulbesuchsjahr. Er hatte zu diesem Zeitpunkt in den letzten zweieinhalb Jahren anfangs nur sporadisch, dann gar nicht mehr die Schule besucht. Bemühungen der Schule, der Eltern, von offiziellen Jugendeinrichtungen und auch des Jugendpsychiatrischen Dienstes blieben vergeblich. Wir boten ihm drei Monate vor Beendigung seiner allgemeinen Schulpflicht einen Praktikumsplatz in einem Kfz-Betrieb an, bei dem er nach Genehmigung durch die Schule bis zum Ende des Schuljahres arbeiten konnte. In dieser Zeit fehlte er an keinem Tag, war immer pünktlich und sehr engagiert. Er wurde während des Praktikums regelmäßig von uns betreut. Das Arbeitsamt empfahl am Ende des Schuljahrs einen berufsvorbereitenden Lehrgang im Metallbereich mit der zusätzlichen Möglichkeit des Erwerbs des Hauptschulabschlusses. Matthias ist inzwischen in einer entsprechenden Maßnahme untergebracht und hat nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit einer vom Arbeitsamt geförderten Berufsausbildung.

Kontakt

CJD Berlin
Joachim Trinte
Tel. 030 398340-30
E-Mail: cjd-transmission@hotmail.com
www.cjd-berlin.de