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Übergang von der Schule in den Beruf: Projekte

 

Projekte: Beratungsstelle, Stadtteilbüro

Benno, 11 Jahre

Benno ist von der Grundschule in die Hauptschule versetzt worden und kommt mit dem neuen Lernklima nun überhaupt nicht zurecht. Bisher war er persönliche Ansprache gewohnt, dass nun alles "über die Klasse" läuft, überfordert ihn zusehends, erste Schulvermeidungstendenzen treten auf:
er schwänzt die "Eckstunden".
Sein Lehrer spricht die Beratungsstelle an.

KOMM -  Beratungsstelle in Schule und Stadtteil

KOMM ist eine Beratungsstelle in Schule und Stadtteil. Sie bietet Clearing und ggf. Vermittlung von Hilfen in schwierigen Situationen, die zu Schulverweigerung führen können, oder bereits geführt haben. Kinder, Jugendliche, deren Eltern und Lehrkräfte werden in das Beratungsangebot einbezogen. Es besteht stadtteilorientiert für einige Grund- und weiterführende Schulen, Zielgruppen sind die Klassen 4-7.

KOMM ist eine Kooperation des CJD und der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. KOMM hat zwei Standorte: Frankfurt-Griesheim und Darmstadt-Süd/West. In Darmstadt ist die Stadt ebenfalls Kooperationspartnerin.

Schulverweigerung ist ein Symptom! Hinter diesem Symptom verbergen sich individuelle, familiäre, sozialstrukturelle und schulstrukturelle Problemlagen, die durch Schulverweigerung sichtbar werden. Erst als Sekundareffekt entwickelt sich Schulverweigerung vom Symptom zum eigenständigen „Störungsbild“.

Ziele von KOMM

  • Ressourcen von Schüler/innen und Eltern stärken
  • Individuelle Handlungskonzepte entwickeln
  • Weitervermittlung an vorhandene Hilfsangebote der Region
  • Kontinuierlichen Kontakt zu in ihrer Schulbiografie
  • gefährdeten Schüler halten
  • Empathie für gefährdete Kinder bei Eltern und Lehrkräften wecken
  • Entwicklung eines sinnvollen Dialoges zwischen Kindern, deren Eltern und Lehrkräften unter Einbeziehung relevanter Bezugspersonen und Institutionen

Prozessverlauf

Der Erstkontakt geschieht durch das Kind, die Lehrkraft, die Eltern oder durch KOMM selbst. Die Eltern müssen einer Kontaktaufnahme durch KOMM zustimmen. Die Lehrkraft ruft bei den Eltern an und formuliert ihre Sorge um das Kind. Die Lehrkraft bittet die Eltern um Erlaubnis, dass KOMM sich bei ihnen melden darf.
 
Nach der Clearingphase (psychosoziale Diagnostik) über ca. fünf Beratungsgespräche in unterschiedlichsten Settings findet ggf. eine Vermittlung an weitere Hilfsangebote statt. Es erfolgt in individueller Weise eine Nachsorge.
 
Die fachlichen Ausrichtungen in der Beratungsarbeit sind verschieden (Klientenzentriert, Gestaltansatz, Systemisch). Wichtig ist die gemeinsame Definition von Schulverweigerung als Symptom.

Kontakt

KOMM Frankfurt
Markus Dietrich, Iris Trautmann
Tel. 069 38030941

KOMM Darmstadt
Udo Bender, Robert Janßen, Margit Simon, Gisela Weber
Tel. 06151 660338