CJD Winterspiele überwinden Grenzen

21.03.2016 CJD BBW Frechen « zur Übersicht

CJD Berufsbildungswerk Frechen bei den CJD Winterspielen in Berchtesgaden

 

650 Jugendliche und junge Erwachsene aus den bundesweiten Einrichtungen des CJD trafen sich bei den 19. CJD Winterspielen in Berchtesgaden. Mit dabei waren zahlreiche Teilnehmende mit Handicap: „Wir wollen mit den Winterspielen Kinder und Jugendliche mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen zusammenbringen. Das gemeinsame Erleben ist eine Brücke zu mehr positivem Miteinander und Toleranz“, betont CJD Vorstand Matthias Dargel.

Aus dem CJD Berufsbildungswerk Frechen haben 16 Auszubildende mit ihren Lehrern und Pädagogen teilgenommen.  „Das war ganz schön aufregend und mit Nervenkitzel verbunden mit ca. Tempo 70 km/h in die letzten Steilkurven zu kommen“, schwärmte Dominik Kahlenberg vom Rodelrennen, das fast alle Frechener mitgemacht hatten. Er hatte im Vergleich aller Frechener eine halbe  Sekunde weniger gebraucht.  

Bei Inklusionswettkämpfen mit gemischten Teams aus behinderten und nicht-behinderten Kindern und Jugendlichen gab es noch andere Herausforderungen: etwa den Langlaufschlittensprint, bei dem eine 25-Meter-Strecke mit einem speziellen behindertengerechten Langlaufgerät zu bewältigen war.

Mehr als 650 Teilnehmende, die meisten im Alter zwischen 10 und 20 Jahren, maßen sich bei den CJD Winterspielen in den Disziplinen Riesentorlauf, Rodeln und Langlauf. Die Wettkämpfe fanden rund um Berchtesgaden statt, dazu gab es ein buntes Rahmenprogramm mit einem Gospelworkshop und Besuchen im Haus der Berge, im Dokumentationszentrum Obersalzberg und an der Eliteschule des Sports. Inklusion wurde dabei groß geschrieben. „Wir wollen mit den Winterspielen Kinder und Jugendliche mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen zusammenbringen. Das gemeinsame Erleben ist eine Brücke zu mehr positivem Miteinander und Toleranz“, betont Matthias Dargel, Vorstand des CJD: „Die Winterspiele haben eine eigene Botschaft. Sie helfen, Grenzen zu überwinden. Das heißt, Grenzen in den Köpfen abzubauen, und mit Grenzen, die der Körper setzt, zum Beispiel durch eine Behinderung, auf einen neue Art umgehen zu lernen.“ Dazu passe es auch sehr gut, dass an den Winterspielen Jugendliche mit Migrationshintergrund teilnahmen und verschiedene ausländische Gäste, etwa aus Frankreich. „Da gibt es auch Grenzen, die mit mehr Toleranz und Verständnis zu überwinden sind“, erklärt der CJD Vorstand.

Auch Hilde Gerg, die wie viele Spitzensportler und Olympiasieger die CJD Christophorusschule in Berchtesgaden besucht hatte, war mit von der Partie bei den CJD Winterspielen. (auf dem Foto mit den Teilnehmenden aus dem CJD Frechen)

Mehr unter: www.cjd-winterspiele.de

Im CJD Berufsbildungswerk Frechen werden derzeit 250 junge Menschen mit Lernbehinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf im Rahmen einer beruflichen und sozialen Rehabilitation in 30 anerkannten Berufen ausgebildet.

Die Ausbildungen und berufsvorbereitende Maßnahmen im CJD Frechen werden im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt.

Während ihrer Rehabilitation besuchen sie das Berufskolleg im Berufsbildungswerk und werden sozial- und freizeitpädagogisch begleitet. 120  von ihnen wohnen in den Wohnhäusern im Berufsbildungswerk. Das Ziel lautet, mit der bestandenen Abschlussprüfung vor den zuständigen Industrie- und Handels- Landwirtschafts- und Handwerkskammern, den Sprung in ein eigenverantwortlich gestaltetes Leben zu schaffen. Aufgrund der intensiven und individuellen Förderung der Auszubildenden in den Werkstätten, im Berufskolleg und im Wohn- und Freizeitbereich bestanden Ende des letzten Ausbildungsjahres 93% von ihnen die Abschlussprüfung vor den Industrie und Handels ,- Handwerks, - und Landwirtschaftskammern. 70% fanden im letzten Jahr eine feste Arbeitsstelle.

Seit 39  Jahren  haben mehr als 3600 Auszubildende die Kammerprüfung absolviert.

Das CJD bietet jährlich 155.000 jungen und erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunftschancen. Sie werden von 9.500 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden an über 150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebildet. Grundlage ist das christliche Menschenbild mit der Vision "Keiner darf verloren gehen!"