Angekommen - das CJD bezahlt seine Mitarbeitenden zukünftig nach den AVR.DD

15.05.2017 CJD e. V. « zur Übersicht

Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e. V. (CJD) bezahlt seine Mitarbeitenden ab dem 1. Januar 2018 nach den Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Deutschland (AVR.DD)
Vorstandssprecher Matthias Dargel: „Wir sind froh, den Übergang gemeinsam mit den Dienstnehmern gestalten zu können.“

„Der Arbeitsmarkt hat sich verändert. Heute ist es gerade in unseren Haupttätigkeitsfeldern unerlässlich, als Arbeitgeber attraktiv und transparent für potenzielle Mitarbeitende zu sein“, sagt Matthias Dargel, Sprecher des CJD Vorstands. Das habe zu dem Beschluss des Vorstands geführt, die bisherige interne Vergütungsordnung aufzugeben und in einen Flächentarif zu wechseln. „Wir fahren in unseren Kernbereichen, der schulischen Bildung, der beruflichen Rehabilitation und der Jugendhilfe eine Expansionsstrategie und brauchen dafür jeden qualifizierten Mitarbeitenden, den der Markt hergibt“, so Dargel.

Innerhalb von drei Jahren von VGO auf AVR.DD
Der Tarifwechsel wird über eine Übergangsvereinbarung geregelt, die von der Arbeitsrechtlichen Kommission des CJD in ihrer Sitzung am 11. Mai 2017 verabschiedet wurde. Demnach werden die Gehälter der Mitarbeitenden innerhalb von drei Jahren auf AVR.DD-Niveau angehoben. Die Mantelbestimmungen – etwa Regelungen zu Urlaub, Überstunden und Kinderzuschlägen - gelten bereits zum 1. Januar 2018. Für den Geschäftsbereich der Beruflichen Bildung und Reha wurde eine Sonderregelung ausgehandelt, um diesen Geschäftsbereich weiter konkurrenzfähig zu halten. „Die AVR.DD bietet für die berufliche Bildung und Reha bisher keine adäquate Regelung, da wenige AVR.DD-Anwender in diesem Bereich tätig sind“, sagt Dargel, der selbst in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie Deutschland mitarbeitet. Das CJD bemühe sich aber, diese Lösungen in die AVR.DD einzubringen, um möglichst schnell auch in diesem Bereich auf einen Sonderweg verzichten zu können.

Anfang der 90er Jahre führt das CJD eine eigene Vergütung, die VGO, ein
„Der Tarifwechsel stellt den Ziel- und Höhepunkt des Weges des CJD aus dem ersten in den dritten Weg dar“, sagt Direktor Ulrich Bubeck, der als Vorsitzender der Dienstgeberseite in der ARK CJD für den Vorstand die Überleitungsvereinbarung für den Tarifwechsel verhandelt hat. Das CJD hatte Anfang der 90er Jahre in einer wirtschaftlichen Krise alle Mitarbeitenden aus öffentlichen Tarifen und Individualvereinbarungen in eine unternehmenseigene Vergütungsordnung (VGO) überführt. Mit zunehmendem Wachstum und wirtschaftlichem Erfolg sei der tarifpolitische Sonderweg aber mehr und mehr zur Belastung geworden - deshalb sei man in Gespräche mit der Gesamtmitarbeitervertretung über mögliche Alternativen eingetreten.

Als transparentes, attraktives und effektives Vergütungssystem sind die AVR. DD eine notwendige Investition für eine gelingende Zukunft des CJD
„Mit den AVR.DD stellen wir nun auf ein attraktives und bekanntes Vergütungssystem um“, erklärt Oliver Stier, Justiziar und Leiter des Zentralbereichs Recht & Personal im CJD.

Weiterhin gilt: „Keiner darf verloren gehen!“
„An dem Grundsatz, dass unser Vergütungssystem es uns ermöglichen muss, Menschen da zu unterstützen, wo sie unsere Unterstützung am dringendsten benötigen, hat sich nichts geändert“, betont CJD Vorstand Matthias Dargel. „Wir können und wollen unsere Angebote nicht davon abhängig machen, dass sie möglichst lukrativ refinanziert sind“, so der CJD Vorstand weiter. „Da gilt für uns der Leitspruch unseres Gründers Arnold Dannenmann: ‚Keiner darf verloren gehen!‘.“